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Kilian Bizer,
Werner Sesselmeier

Reformprojekt D
Wie wir die Zukunft gestalten können
Mit einem Geleitwort von Bert Rürup

2004, 176 S. mit zahlr. Grafiken und Tabellen, kartoniert


ISBN 978-3-89678-249-6
3-89678-249-5
       EUR 16,90 [D] / sFr 29,30
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Die Wirtschaft schwächelt, im Vergleich zu den europäischen Nachbarn schneidet Deutschland auf ganzer Linie schlecht ab. Der Ruf nach Strukturreformen ist überlaut, der >Reformstau< wird von allen Seiten beklagt, Reformpläne von links bis rechts stehen auf dem tagespolitischen Tapet. Doch wo liegen die Probleme, welche Reformen können etwas bewegen und: wie lassen sie sich durchsetzen?
Die Autoren Bizer und Sesselmeier verstehen Deutschland als ein >Reformprojekt< und nehmen strukturelle Probleme und Ansatzpunkte für Reformen in fünf zentralen Politikfeldern unter die Lupe: Arbeitsmarkt, Bildung, Familie, Soziales und Steuern. Dabei berücksichtigen sie Wechselwirkungen und Abhängigkeiten und suchen Vergleichspunkte auch mit Blick über den deutschen Tellerrand. Weil Reformen nicht nur in konkreten Vorhaben dingfest gemacht, sondern auch durchgesetzt werden müssen, beschäftigt sich ein eigenes Kapitel mit der Frage der Reformblockaden und wie sie beseitigt werden können. Last but not least entwerfen die Autoren einen Reformfahrplan für Deutschland.

Reformen tun Not, darin herrscht weitgehend Einigkeit. Aber wo können, wo müssen Reformen ansetzen? Ausgehend von einer Problemanalyse in den zentralen Politikfeldern Arbeitsmarkt, Bildung, Familie, Soziales und Steuern entwickeln die Autoren Bizer und Sesselmeier einen konkreten Reformfahrplan für Deutschland, der langfristig Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zum Ziel hat.




Zu den Autoren:
Kilian Bizer, PD Dr., Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik an der TU Darmstadt. Seit 1998 ist er wissenschaftlicher Geschäftsführer der Sonderforschungsgruppe ökonomische und juristische Institutionenanalyse (sofia) in Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte sind neben der Finanzwissenschaft die Ökonomische Analyse des Rechts und die Umwelt- und Institutionenökonomik.
Werner Sesselmeier, Prof. Dr., Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik an der TU Darmstadt. Er ist federführender Editor der Zeitschrift "Sozialer Fortschritt" und Mitherausgeber der "Schriften zur Sozialpolitik". Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Arbeitsmarkttheorie und -politik, den Auswirkungen von Migration und demographischem Wandel auf die sozialen Sicherungssysteme sowie der Verzahnung von Steuer- und Sozialsystem.
Geleitwort von Bert Rürup

Warum Deutschland Reformen braucht
Die vier Säulen des deutschen Wohlfahrtsstaats
Gesellschaftlicher Wandel - fünf Trends
Die Folgen für den deutschen Wohlfahrtsstaat
Die Reformziele kurz gefasst - ein Überblick über das Buch

Der neue Arbeitsmarkt und die Arbeitnehmer von morgen
Alles neu? - Was sich ändern muss am Arbeitsmarkt
Die Lebensarbeitszeit wird länger
Zuwanderung - ein Instrument zum Ausgleich von Arbeitsangebot und -nachfrage
Die Senkung der Lohnnebenkosten entlastet den Faktor Arbeit
Reformen für den Arbeitsmarkt

Familie und Beruf statt Familie oder Beruf
Wege zu einer erfolgreichen Familienpolitik
Wohin mit den Kindern?
Elternurlaub und die Rolle der Unternehmen
Die Rolle des Steuer- und des Transfersystems
Zeitgemäße Familienpolitik - was tun?

Eins links, eins rechts, zwei fallen lassen - das soziale Netz im Wandel
Wie funktioniert die soziale Sicherung?
Trends setzen Sozialpolitik unter Dampf
Vor lauter Sorge um die Altersvorsorge ...
Können wir uns Krankheit und Pflege weiterhin leisten?
Dänemark und die USA - ein und derselbe Sozialstaat?
Soziale Sicherung zum Absichern oder zum Umverteilen?

Ohne Steuern ist kein Staat zu machen
Was sind Steuern?
Die Steuerstruktur
Steuerpolitik mit alternder Bevölkerung in globalisierter Welt
Nachhaltige Steuerreformpolitik
Auf ganz lange Sicht: von den direkten zu den indirekten Steuern
Wohin steuern die Steuern?

Was Hänschen nicht gelernt hat, muss Hans noch lernen
Humankapital bilden fördert Wachstum
Bildung von der Wiege bis zur Bahre
Den Ländern die Bildung!

Von der organisierten Verantwortungslosigkeit zur Reformfähigkeit des föderalen Systems
Binnenwanderung verstärkt den demografischen Druck auf föderale Finanzordnung
Neugliederung der Bundesländer unnötig
Bundesrat abschaffen?
Zustimmungspflicht des Bundesrats eingrenzen - Bund und Länder entflechten
Direkte Demokratie
Europäische Verfassung
Kurz zusammengefasst

Ein Fahrplan für Reformen zur Gestaltung der Zukunft
Lieber heute als morgen - kurzfristig erforderliche Reformen
Mit Verspätungen ist zu rechnen - mittelfristige Reformen
Reformen auf lange Sicht

Weiterführende Literatur

"... Von der grundsätzlichen Kritik abgesehen ragt das Werk aus dem Einheitsbrei der "Radikalreformbücher" jedoch in vielfacher Hinsicht positiv heraus. Zunächst verzichten die Autoren ganz auf die sonst übliche Weltuntergangs-Rhetorik und die Beschimpfungen von angeblichen "Besitzwahrern" und "Reformverhinderern". Auch Forderungen nach radikaler Derregulierung des Arbeitsmarktes, Eingriff in die Tarifautonomie und Lohnverzicht wird man nicht finden. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf tatsächlicher Information und Vermittlung der von den Autoren gesehenen Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft ... Besonders positiv zu erwähnen sind die Empfehlungen der Autoren zur Familienpolitik ... Eher progressiv sind auch die relativ detaillierten Vorschläge zur Reform des Bildungssystems und zum lebenslangen Lernen ... Auch wenn man bei weitem nicht allen Diagnosen und Therapievorschlägen zustimmen muss: Das Buch fasst die Ansichten des gemäßigten ökonomischen Mainstreams in Deutschland auf verständliche Art und Weise zusammen und kann daher gut als Ausgangspunkt für kritische Diskussionen dienen ..."
Frankfurter Rundschau

"... eine (...) gedanklich wunderbar klar aufgestellte Publikation ... eine ebenso kenntnisreiche wie überzeugende Analyse ..."
Internationale Politik

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