Das bewährte Standardwerk!

Ernst Schubert

Alltag im Mittelalter

Natürliches Lebensumfeld und menschliches Miteinander


Sonderausgabe 2012 (2., unveränd. Aufl.), 423 S. mit 18 s/w Abb., Reg., geb.
Format 16,5 x 24,0 cm
ISBN 978-3-86312-306-2

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Von Wäldern und (Ab)wässern, vom Fluchen und von der Liebe, vom Unrat auf den Straßen und von Gotteslästerung im Mittelalter handelt dieses Buch. Diese scheinbar weit auseinander liegenden Themen werden von der Frage geleitet, wie der mittelalterliche Mensch mit seinem Lebensumfeld, mit der Natur, mit seinen Mitmenschen umging. Wie konnte er in seiner Welt bestehen?
Ernst Schubert gelingt es, die Alltagsgeschichte des mittelalterlichen Mannes und der mittelalterlichen Frau aus dem Volke zu schreiben, indem er die spezialisierten Zweige der Geschichtsforschung – historische Geographie und literaturwissenschaftliche Mediävistik, Mentalitätsgeschichte und Umweltgeschichte – zusammenführt. Anschaulich und quellennah, derb und amüsant, kommt dem Leser nach der Lektüre manches weit fremder vor, als er es sich vorgestellt hatte, manches aber auch weit ‘unmittelalterlicher’.

 





Zum Autor:

Ernst Schubert, 1941-2006, war Professor für niedersächsische Landesgeschichte und Direktor des Instituts für historische Landesforschung an der Universität Göttingen.


Einleitung

Erster Teil: Natürliches Lebensumfeld

1. Das Klima und die Sorge um frische Luft

2. Der Mensch und die Erde: Das Beispiel des Waldes
Urwald - 'Unland' - Kulturland. Überleben im Frühmittelalter
Rodung: Die Veränderung von Gesellschaft, Wirtschaft und Herrschaft im Hochmittelalter
Der Wald in Gefahr: Holznutzung als Grundlage spätmittelalterlicher Urbanität und Wirtschaft
Die ersten Maßnahmen zum Schutz des Waldes

3. Das Wasser - Voraussetzung des Lebens und Grundlage der Kultur
Geschichte unter den Gefahren von Meer und Fluss
Flüsse als Hauptstränge des mittelalterlichen Verkehrsnetzes
Natur und Kunst: Die Brücke
Wasser als Nahrungsspender - die Fische
Die Stadt und das Wasser: Die Gaben der Natur und die Leistung der Menschen
Bürger und Umwelt: Die Entsorgung von Abfällen und Unrat

4. Der unmittelbare Umgang mit Gottes Schöpfung: Menschen und Tiere

5. Umrisse des Natur- und Umweltbewusstseins
Die ersten Erfahrungen einer Veränderung der Umwelt: Der Verlust der Wildnis
Die Natur - Gottes Zeichensetzung oder von ihm verhängtes Schicksal. Gelehrte Deutung und populäre Erfahrung
Zusammenfassung und Ausblick: Ausgangs- und Rahmenbedingungen eines Umweltbewusstseins

Zweiter Teil: Menschliches Miteinander

1. 'Deutsch reden' - Grundlagen der Kommunikation

2. Umgangsformen: Der Alltag hinter der höfischen Etikette
Willkommen und Abschied
Der lange Weg vom 'Du' zum 'Sie'

3. Direktheit: Wie beurteilen die Menschen einander?

4. Die Beschimpfung des Mitmenschen

5. Flüche und Segen: Gott und seine Heiligen im alltäglichen Umgang

6. Gefährliche Direktheit: Jähzorn und spontane Gewalt

7. Mitleid, die Grenzen des Mitgefühls und die Schadenfreude

8. Die Grundlage des Umgangs: Misstrauen und Vertrauen

9. Freundschaft, Gesellschaft, Nachbarschaft

10. Die Menschenkenntnis des Mittelalters

11. Kinder, Ehefrauen, Ehemänner: Wie ging man innerhalb der Familie miteinander um?
Kinderleben und Kinderschicksal
Die Ehefrau: „Nicht Magd, sondern Genossin“?
Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Überlebensgemeinschaft Ehe
Die Heirat junger Mädchen, die Hausherrschaft erfahrener Frauen
Die Ehe als Überlebensgemeinschaft armer Leute. Der Hintergrund der Bigamie im Mittelalter

12. Die Liebe - als Thema des Umgangs der Menschen miteinander
Wurde die Liebe im 12. Jahrhundert entdeckt?
Liebe und Vertragsehe - die evolutionäre Wirkung eines kirchenrechtlichen Grundsatzes
Mittelalterliche Erscheinungsformen eines überzeitlichen Renommierzwangs oder: Der Beischlaf als Mannesstolz und die Akzeptanz der Sexualität
Entspanntes Verhältnis zur Sexualität? Die Erscheinungsformen der Obszönität
Die Rationalität des Liebeszaubers

Schluss: Wie 'mittelalterlich' war das Mittelalter?


Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Abbildungsnachweis
Register

"...Schubert versteht Umweltgeschichte als die Geschichte menschlicher Arbeit, als Rekonstruktion materieller Lebensbedingungen. Er schreibt mit Verve, Sachkenntis und einiger Ironie über Müllhandel und Fäkalien ebenso wie über betrügerische Lebensmittelgewerbe...
...ein kluges, gelehrtes und oft ironisches Buch..."
Neue Zürcher Zeitung

"...Ein flammendes Plädoyer für eine gerechtere Beurteilung des "finsteren Mittelalter"! In stets quellenbezogener, nirgends langweiliger Weise, überaus temperamentvoll und niemals die eigenen Überzeugungen verbergend, mögen sie auch noch so sehr vom main stream abweichen, verknüpft Ernst Schubert - in historischer Rückschau, zugleich aber bewußt in Hinblick auf die Bedürfnisse des Lesers der Gegenwart - zwei Grundaspekte zu einer beeindruckenden Summe: die unentrinnbare Umweltbezogenheit des Menschen, deren man sich in der Vergangenheit notwendigerweise viel unmittelbarer bewußt wurde als bei uns heutzutage, und die Problematik der sozialen Existenzformen der "kleinen Leute" und deren Wahrnehmung...
...ein bedeutendes Buch, hochgelehrt und zugleich für jeden interessierten Laien spannend zu lesen, zu Überlegungen anregend, auch wo es Widerspruch provoziert, voll von kostbaren Einzelhinweisen und unorthodoxen Beobachtungen, auf jeder Seite geprägt von Sorge vor einer folgenreichen Verkürzung des deutschen Geschichtsbildes und  von Liebe zu einer entschwundenen Zeit ..."
Damals

"...In einer Zeit, in der die Alltagsgeschichte einen guten Teil ihrer einstigen Faszination zu verlieren scheint, legt der Göttinger Landeshistoriker Ernst Schubert ein imponierendes Werk über die Menschen des Mittelalters und ihre Umwelt vor. Dem Autor ist es in diesem Buch, das allen methodischen Anforderungen einer modernen Alltagsgeschichte entspricht, gelungen, einen inhaltlich umfassenden und gut dokumentierten Überblick über fast alle Bereiche menschlichen Zusammenlebens zu geben und dieses in seine strukturellen Hintergründe einzuordnen, indem er gekonnt eine wahre Fülle anschaulicher Beispiele mit sachkundigen Erläuterungen zu Hintergrund, Absicht und Intention verknüpft...
...Schubert hat insgesamt ein gewaltiges Material aufgearbeitet. Seine in der Einleitung dargelegte Absicht eines "Dialogs mit der Natur in historischer Perspektive", nämlich den Menschen als Teil seiner Umwelt darzustellen und damit die historische Dimension einer aktuellen Diskussion zu erschließen, ist nach Meinung des Rez. rundherum gelungen. Das anschaulich und fachkundig geschriebene Buch ist für Fachleute ebenso informativ wie für ein breiteres Publikum..."
Historische Zeitschrift

"...ein handliches Buch von hoher Qualität und Aussagekraft...
...Souverän muss man auch sagen, weil durchgängig zu spüren ist, dass der belesene Autor einerseits weiß, wovon er spricht, sich aber andererseits sehr viele eigene Gedanken macht.
Sein Informationswert für Umwelt-, Rechts- und Sozialgeschichte ist beträchtlich..."
Das Mittelalter

"...Wer eine anschauliche und lebensnahe Analyse des Alltagslebens der Menschen im Mittelalter und ihrer Natur- sowie Sozialerfahrungen sucht, findet in dem Standardwerk von Ernst Schubert eine facettenreiche und gut lesbare Informationsquelle..."
Praxis Geschichte

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